Was ist Logopädie?

Der Begriff "Logopädie" wurde erstmals 1924 durch den Phoniater Emil Froeschel eingeführt. Die übliche Bezeichnung bis dahin war "med. Sprachheilkunde". Die Logopädie beschäftigt sich mit der Prävention, Beratung, Diagnostik, Therapie und Rehabilitation, Lehre und Forschung auf den Gebieten der Stimme, des Sprechens, der Sprache, sowie des Schluckens.

Bis zum Jahre 1945 gab es keine eigenständige Ausbildung. Erste strukturierte und sprachheilpädagogisch spezifische Ausbildungsmöglichkeiten gab es je nach Bedarf.

Die Berufsbezeichnung des Logopäden wurde im Jahre 1957 offiziell eingeführt, fünf Jahre darauf eröffnete die erste Logopäden-Lehranstalt in Berlin-Dahlem – geführt von Hermann Gutzmann jr. Nach langen Verhandlungen kam es schließlich dazu, dass eine staatliche Anerkennung ausgesprochen wurde.

1974 wurde das Rehabilitationsangleichungsgesetz verabschiedet. Dies verpflichtete Krankenkassen, die Kosten für eine logopädische Therapie zu übernehmen. Zusätzlich erstellten die Rentenversicherungsanstalten einen neuen Rahmen für die Rehabilitation. Dadurch wurde die neurologische Reha ein großer Arbeitsbereich in der Logopädie.

1977 wurde eine Ausbildungs- und Prüfungsordnung erarbeitet. Auf dieser Basis wurde am 1. Oktober 1980 das Gesetz zum Beruf des Logopäden verabschiedet.

Vgl. Wikipedia Logopädie

Logopädie Heute

Die logopädische Behandlung nimmt mittlerweile einen immer größer werdenden Stellenwert ein. Die Einsatzmöglichkeiten beziehen sich mittlerweile auf ein breites Spektrum an verschiedensten Störungsbildern. Die logopädische Therapie bezieht sich nicht nur auf die Sprachentwicklungsstörungen von Kindern, was fälschlicherweise oft angenommen wird. Zwar ist dies ein wichtiger Zweig in der Logopädie, jedoch nicht der einzige. Gerade im Bereich der Erwachsenentherapie nimmt die Nachfrage zu. Nehmen wir z.B. die täglichen Anforderungen an die Stimme. Wer einmal Probleme mit der Stimme hatte – und war es auch "nur" eine Kehlkopfentzündung – der weiß, wie wichtig eine funktions- und leistungsfähige Stimme ist. Im Bereich der Rehabilitation nach Schlaganfällen oder Schädel-Hirn-Traumen ist eine sofortige logopädische Betreuung dringend notwendig um schnellstmöglich – je nach Schweregrad – zunächst Kommunikationsfähigkeit und im Endeffekt eine adäquate Kommunikation in allen Bereichen, wieder herzustellen.